[ Ausgezeichnet mit einem Sonder-Ehrendiplom beim Festival von Karlovy Vary 1950. ]
Grundlage des Films, der den Weg des IG-Farbenkonzerns von der Wahlunterstützung Hitlers bis in die Nachkriegszeit verfolgt, sind eine Aufsehen erregende, 1947 IN New York erschienene Dokumentation von Richard Sasuly und die Akten des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses. Sasuly war der ehemalige Chef des Nachrichtenbüros bei der Finanzabteilung der alliierten Kontrollkommission für Deutschland. "RAT DER GÖTTER" zeigt außerdem in Originaldokumenten Aufrüstung, Mobilmachung und eine Rede Hitlers.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen der Vorstandsvorsitzende Mauch und der Chemiker Dr. Scholz. Sie sind mitverantwortlich für die Entwicklung des Konzerns, seine Rüstungsproduktion und Giftgasherstellung, ohne die weder Krieg noch Massenvernichtung in den Konzentrationslagern möglich gewesen wären. Geheimrat Mauch geht es um Expansion und Gewinn um jeden Preis. Dr. Scholz ist ein Mitläufer, der aus Angst um Stellung und Familie die Augen vor der Wahrheit verschließt. Erst 1948 ist Scholz nicht mehr still, als eine verheerende Explosionskatastrophe in Ludwigshafen beweist, daß der Konzern sich trotz Verbotes wieder mit Sprengstoffen befasst.
Filmtext: Friedrich Wolf: Filmerzählungen. Berlin: Aufbau-Verlag 1959 (Treatment).
Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992